HomeTrennlinieCaritas EssenTrennlinieSucheTrennlinieSitemapTrennlinieKontaktTrennlinieSpendenTrennlinieDatenschutzhinweise
Online-Beratung im Bistum Essen

"Super-Nanny"


Gemischte Erfahrungen mit "Super Nanny"

 

Gegenüber den Fachkräften der Erziehungsberatung  kamen Rat suchende Eltern auch auf die Doku-Soap „Super-Nanny“ zu sprechen, die so manchen Mittwochabend von RTL ausgestrahlt wurde. Von der Super-Nanny hätten sie vor allem folgendes gelernt hätten: Konsequent sein, kurze Kommandos geben, neue Techniken im Machtkampf, “Bestrafung“ mit dem so genannten „Stillen Stuhl“. Gleichwohl hätten sie die gewünschten Veränderungen bei ihrem Kind nicht erreicht. Die Sendung wird denn auch in Tenor und Effekt von den Fachkräften der Erziehungsberatung mit gemischten Gefühlen betrachtet: Zwar werden auch pädagogisch wertvolle Anweisungen gegeben, wie zum Beispiel beim gemeinsamen Spiel auf das Kind einzugehen und im Erziehungsalltag konsequent zu sein. Die Sendung vermittelt vielen unsicheren Eltern aber wohl auch, dass man nur eine raffiniertere Technik braucht, um das „schwierige“ Kind zu besiegen. Am meisten beeindruckt die Eltern da wohl der „Stille Stuhl“.  Eigentlich nur als kurze Auszeit und Stopp-Signal an das kleine Kind vertretbar, spielen selbst Eltern von Jugendlichen mit dem Gedanken, dieses Mittel im Konfliktfall einzusetzen. Andere Eltern haben zu Hause in jedem Raum einen stillen Stuhl installiert. Einige Therapeutenorganisationen haben sich in Presseartikeln bereits kritisch zu der besagten Sendung geäußert und darauf aufmerksam gemacht, dass professionelle Hilfe anders verläuft. In der Tat stellen wir bezogen auf unsere Arbeit in der Beratungsstelle folgende Unterschiede fest:

- Die Beratung erfolgt im geschützten Rahmen und führt weder Eltern noch Kinder vor.

- Die Beratung setzt zu vorderst an der Beziehungsebene an, sie vermittelt nicht einfach Erziehungs-Technologie.

- Es werden mit der ratsuchenden Familie gemeinsam Lösungen entwickelt. Auch Kinder bekommen nicht einfach eine „Therapie“ verpasst, sondern werden in die Planung von therapeutischer und beraterischen Hilfe mit einbezogen. Tipps und Lösungsvorschläge können die Eltern zwar auch bekommen, diese stellen aber keine einseitigen Verordnungen dar.

- Verhaltensänderungen sind für jeden Menschen ein mühsames Geschäft. In der Beratungsstelle verfolgen wir die Strategie der kleinen Schritte: Statt in 2 Wochen ganz viel Neues zu vermitteln,  was die Ratsuchenden dann doch nur schwer langfristig in ihr Verhaltensrepertoire übernehmen können, setzen wir jeweils auf den nächsten kleinen Schritt, der auch aus Sicht des Betroffenen passend erscheint und der realistisch zu erreichen ist. Das verschafft Erfolgserlebnisse und steigert das Zutrauen in die eigene Lösungskompetenz als Eltern.

Ulrike Daub

Leiterin der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

Gartenstraße 26

59929 Brilon

email: eb-brilon@caritas-meschede.de

 



Zur Online-Beratung
Loginname: 
Passwort:
Oder neu anmelden


SeitenanfangSeitenanfang
Caritasverband für das Bistum Essen e.V.
Seite druckenTrennlinie Impressum