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Wie Kinder sich im Chat schützen können
 Hallo Kids! - Liebe Jugendliche!
Das Internet ist schon eine tolle Sache. Viele Kinder und Jugendliche befassen sich damit. Die Erwachsenen sagen ja auch, dass es wichtig ist, sich mit dem Internet auszukennen. Du wirst vielleicht auch schon mal erlebt haben, dass Kinder und Jugendliche sich hier sogar besser auskennen als Erwachsene. Man bekommt Infos und kann ganz schnell Briefe verschicken. Vor allem kann man auch neue Leute kennenlernen und mit ihnen reden – chatten.
Aber Vorsicht
Es gibt auch im Internet – wie überall - Menschen, die Hintergedanken haben. Sie bringen Kinder und Jugendliche in unangenehme Situationen und wollen sie ausnutzen. Es gibt im Internet eigentlich niemanden, der auf dich aufpasst. Das ist auf der einen Seite sicher interessant. Es ist aber umso wichtiger, dass Du lernst, auf dich selber aufzupassen, wenn du im Internet bist. Im Straßenverkehr tust Du das schließlich auch.
Wir geben dir einige Tipps zu deiner Sicherheit:
Denk dir bitte für die Internetkontakte einen Fantasienamen aus, der es keinem erlaubt, dich ausfindig zu machen. Verrate dabei dein Alter und deinen Wohnort nicht. Du kannst dir für das Internet ohne weiteres einen Fantasienamen zulegen. Es ist besser, wenn Du dich nicht mit deinem eigenen Namen zu erkennen gibst, es sei denn, du hast nur zu anderen Kontakt, die du sowieso aus der Schule oder aus deinem Freundeskreis kennst. Diesen Leuten wirst du aber eher eine persönliche Mail schicken, die nur für diese Person gedacht ist. Wenn du einen normalen Brief an Freunde schreibst, willst du sicher auch nicht, dass jedermann liest, was du an wen geschrieben hast. Wenn du mit Fremden chattest oder an Foren teilnimmst, ist es besser, du denkst dir einen Fantasienamen aus. Dies hat den Vorteil, dass Leute die dich vielleicht aushorchen oder ausnutzen wollen, dich nicht wirklich kennen und auffinden können. Im übrigen ist es zu deinem eigenen Schutz besser, wenn du auch nicht mitteilst, wo du wohnst und wie alt du bist.
Vergiss nicht, dass alles, was du in dem Chatraum schreibst, von anderen Teilnehmern mitgelesen werden kann. Du kannst also nicht steuern, wer deine Beiträge liest und wie andere Teilnehmer darauf reagieren. Wir empfehlen dir daher, keine Informationen über dich, deinen Namen und Wohnort usw. zu geben. Schreibe bitte niemals deine wirkliche Adresse, gib auch nicht deine Telefon- oder Handynummer, oder andere persönliche Daten heraus. Es könnte sein, dass andere Teilnehmer im Chat dich danach fragen. Dann ist es gut, sofort den Kontakt abzubrechen und den Chat zu verlassen.
Genau wie im normalen Leben muss man manchmal deutlich "Nein" sagen. Wenn du merkst, dass du dich unwohl fühlst, weil vielleicht irgendetwas nicht stimmt, dann lass die Finger davon und verabschiede dich lieber aus dem Chat. Vertrau im Zweifelsfall deinem eigenen Gefühl.
Moderierte Chats: Wir weisen darauf hin, dass es auch moderierte Chats gibt. Das bedeutet, dass das "Gespräch" von einem Menschen moderiert / geleitet wird, der sich als solcher auch zu erkennen gibt. Empfehlenswerte moderierte Chats gibt es auch von einigen anerkannten Beratungsstellen. Da kann man sicher sein, dass es eine verantwortliche Moderation gibt. Der Moderator achtet mit darauf, dass alle Teilnehmer respektvoll behandelt werden. Einige gute Internet-Adressen sind auf dieser Seite weiter unten verlinkt.Wenn man Rat und Hilfe zu persönlichen Fragen haben möchte, ist es auf jeden Fall besser, sich an diesen moderierten Chats zu beteiligen.
Thematische Foren: Ebenfalls werden zu vorher angekündigten Zeiten bestimmte Themen zu einem "Internet-Gespräch" angeboten. Das Thema und der Zeitraum werden vorher bekanntgegeben. Die Leitung liegt bei einem Fachmann / einer Fachfrau. Man kann Fragen stellen oder seine Meinung äußern. Auch bei diesen Foren wird darauf geachtet, dass jeder Teilnehmer respektvoll behandelt wird. Man kann auch die Gesprächsprotokolle nachlesen, wenn einen ein Thema interessiert, man sich aber nicht direkt per Internet selber beteiligen möchte. Wir empfehlen ebenfalls die unten genannten Internet-Adressen.
Fotos: Es ist in manchen Chats üblich, wenn man sich mit jemandem schon mal öfters unterhalten hat, Bilder per mail auszutauschen. Lass es lieber bleiben! Letztlich kannst du dir nie wirklich sicher sein, wo dein Bild landet, da solche Dateien auch weitergeschickt oder verfremdet werden können. Das könnte zu deinem Schaden sein. Also: wenn du Freunden ein Bild von dir schenken möchtest, mach dies lieber persönlich.
Sollte es vorkommen, dass jemand dir Bilder mit sexuellen oder gewalttätigen Darstellungen per Internet zuschickt, informiere bitte sofort Eltern oder Lehrer. Die Erwachsenen werden dir helfen, dich zu schützen oder solche Bilder zu löschen. Man kann es leider nicht ganz verhindern, dass man im Internet manchmal auch Sachen per mail zugeschickt bekommt, die man nicht haben will. Die Post bringt einem auch Werbung ins Haus, die man nicht bestellt hat. Adressen werden von Firmen gekauft. Das ist im Internet nicht anders. Manche Werbepost, die einen nicht interessiert, wirft man auch im Alltag ungelesen in den Papierkorb. Es verpflichtet dich keiner, alles anzunehmen, was im Internet auftaucht.
Geld: Gib keine Kreditkartennummern, Kontonummern und Ähnliches bekannt und erzähle auf keinen Fall etwas über Geld oder Eigentum. Im Zweifelsfall solltest du auch hier den Kontakt deutlich und sofort abbrechen, wenn dich jemand ausfragt.
Gebühren: Es gibt im Internet preisgünstige und auch sehr teure Gebühren. Wann immer eine Verbindung mit einer 0190 oder einer 0900 Nummer beginnt, kann es sehr teuer werden. Also verzichte besser darauf. Die Gebühren sieht man nämlich erst, wenn die Telefonrechnung kommt, und nicht sofort. Seit dem 15. August 2003 gibt es strengere gesetzliche Regelungen gegen den Preiswucher mit diesen Telefonnummern. Verlangt werden darf künftig nicht mehr als zwei Euro pro Minute, aber auch das sind sehr hohe Kosten. Man kann sich gegen unberechtigte Kosten auch wehren. Informationen gibt es unter unter www.regtp.de
Werbepost per mail (sogenannte Spam-mails): Wenn Du im Internet surfst, wird deine mailadresse automatisch bekannt. Es kann leicht passieren, dass du nicht bestellte Werbung per mail von dir unbekannten Firmen oder Personen bekommst. Hierbei handelt es sich um sogenannte Spam-mails. Meist kannst Du das an einer unpersönlich formulierten Betreffzeile erkennen. Es ist am besten, wenn Du diese mails ungeöffnet in den Papierkorb verschiebst und dort unmittelbar löschst. Auf keinen Fall solltest Du auf solche mails antworten.
Grundsätzlich gilt: Viele Menschen suchen im Chat zunächst freundlichen Kontakt. Aber es gibt eben auch Teilnehmer (User), die Kinder und Jugendliche ausnutzen wollen. Einem völlig fremden Menschen, der bei euch zu Hause anruft oder vor der Haustür steht, würdest du auch nicht gleich alles über dich erzählen, oder?
Beschimpft dich jemand im Chatraum oder erzählt dir Sachen über Sex, dann informiere bitte deine Eltern, Lehrer oder andere Erwachsene. Natürlich gilt dies auch in jedem Fall, wenn jemand dich oder andere Teilnehmer bedroht oder erpressen möchte. Wenn du alleine bist, gilt: sich sofort aus dem Chat verabschieden!
Treffpunkt:Triff dich bitte nicht mit jemandem, den du nur aus dem Internet kennst. Falls du dich aber doch verabredest, nimm immer beim ersten Mal einen Älteren (am besten deine Eltern) mit. Wir raten dazu, sich am Besten an einem öffentlichen Ort z.B. in einem Café oder im Jugendzentrum zu treffen, wo du nicht alleine bist und evtl. auf die Hilfe von Anderen zurückgreifen kannst.
Hier noch einige Tipps und Empfehlungen:
Du kannst natürlich gerne an unserer Online-Beratung teilnehmen. Wir sind auch für Kids und Jugendliche zuständig.
Eine gute Suchmaschine für Kids ist: www.blinde-kuh.de. Auf den Seiten "chatten- aber sicher!" finden Kinder und Jugendliche auch zahlreiche Tipps und Hinweise zum Internet.
Empfehlenswerte Seite für Jugendliche sind www.youngavenue.de
oder www.kids-hotline.de
Wer an einem Sorgenchat für Jugendliche teilnehmen möchte, kann sich beteiligen an www.bke-sorgenchat.de

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